Arbeitsweise im Projekt
Im Labor arbeiten Sie in Arbeitsgruppen gemeinsam an Projekten. Die Projekte sind in Zyklen und Phasen unterteilt, an deren Ende eine fertige Unterrichtseinheit steht. Bitte klicken Sie auf die Begriffe, um mehr über die Abläufe innerhalb des Projekts zu erfahren.
Projektverlauf
Phase 1 | Der Vorschlag:
Ausgangspunkt einer jeden Projektarbeit ist eine konkrete, in der Praxis verortete mathematikdidaktische Fragestellung. Jeder interessierte Besucher kann eine solche Fragestellung zur Bearbeitung vorschlagen. Dies kann über das Labor, gerne auch mit individuellen Erfahrungen, ersten Lösungsvorschlägen oder bereits vorhandenen Materialien, an uns herangetragen werden. Wird dieser Vorschlag aufgegriffen, so startet obiger Projektzyklus, der (nach möglicherweise mehrmaligem Durchlauf) als Ergebnis eine fertige Unterrichtseinheit liefert.
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Phase 2 | Der Rohling:
Unterrichtsrohlinge werden zunächst ausgehend von vorgeschlagenen Fragestellungen vorbereitet. Der erste Entwurf wird theoretisch begründet und enthält neben der eigentlichen Problemstellung bereits vorläufige Unterrichtsideen und –ziele mit Materialien, Hintergrundliteratur und ein an der Fragestellung orientiertes Messinstrument, mit dessen Hilfe sich später die Projektgruppe über das Erreichen der gesteckten Ziele Klarheit verschaffen kann. Sobald der entwickelte Rohling fertig gestellt ist, wird das Projekt zur Teilnahme ausgeschrieben. In jedem weiteren Zyklus und vor Veröffentlichung wird der Rohling nach der Evaluationsphase von der Projektgruppe weiterentwickelt.
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Phase 3 | Die Planung:
In dieser Phase hat sich bereits eine feste Arbeitsgruppe aus Mathematikdidaktikern, Lehrern oder auch engagierten Studenten gebildet, die zunächst die Vorarbeiten zur Erstellung des Rohlings in ganzem Umfang zur Kenntnis nimmt. Anschließend werden Rollen vergeben und Arbeiten koordiniert. Die Gruppe entscheidet, wer zu welchem Zeitpunkt anhand des Rohlings unterrichtet und wann welche Messungen mit Hilfe des Messinstrumentes abgenommen werden sollen. Desweiteren wird die Redaktion der Materialien und des Lehrerhandbuchs sowie die Aufbereitung der Messdaten organisiert.
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Phase 4 | Die Praxis:
Nun wird die vorherige Planung in die Praxis umgesetzt. Der im Rohling entwickelte Unterricht wird von den teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrern und eventuell auch von interessierten Kollegen in den eigenen Unterricht integriert. Während und nach dem Unterricht werden die notwendigen Daten mit Hilfe des Messinstrumentes erhoben, die zur Vorbereitung der Evaluationsphase in einem ersten Schritt von den jeweiligen Lehrern zusammengefasst und aufbereitet werden.
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Phase 5 | Die Evaluation:
In der Phase der Evaluation werden die Daten von den Teilnehmern zusammengeführt und weiter aufbereitet. Anschließend werden die Ergebnisse evaluiert und in Hinblick auf die mathematikdidaktische Problemstellung interpretiert, sodass begründete Entscheidungen über die Weiterentwicklung des Rohlings getroffen werden können. Je nach Ergebnis wird ein neuer Zyklus eingeleitet bis der entwickelte Unterricht den gesteckten Zielen genügt und einen substanziellen Beitrag zur ursprünglichen mathematikdidaktischen Fragestellung liefert.
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Phase 6 | Die Unterrichtseinheit:
Nach getaner Entwicklungsarbeit, d.h. wenn der entwickelte Unterricht den gesteckten Zielen genügt und einen substanziellen Beitrag zur ursprünglichen Fragestellung liefert, wird eine ausgearbeitete Unterrichtseinheit in Form eines ausführlichen Lehrerhandbuchs veröffentlicht. Dieses beinhaltet neben Unterrichtsmaterialien auch Angaben zu Methodik und Zielsetzung sowie weitergehende Veröffentlichungen, Hintergrundliteratur, Links und eventuelle Fortbildungsmöglichkeiten. Hierdurch werden wesentliche Entwicklungsschritte transparent und die Ergebnisse der Entwicklungsforschung nutzbar gemacht.
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Das sagen die Teilnehmer
Nina Friedrich, Köln und Judith Zimmermann, Duisburg
» Wir interessieren uns für math-il-de, weil hier innovative Ideen für die Weiterentwicklung von Mathematikunterricht entstehen. Besonders angesprochen hat uns auf Anhieb das Zahlenteufelprojekt, da wir bereits die Erfahrung gemacht haben, dass die Mathematiknächte mit dem Zahlenteufel jüngere Schülerinnen und Schüler außerordentlich motivieren und für Mathematik begeistern. Insbesondere für schwächere SchülerInnen hoffen wir auf einen freudvollen Abschluss ihrer schulischen Mathematiklaufbahn mit einer ganz neuen Mathematik-Erfahrung. «